Drohnenführerschein 2026: Der komplette Überblick

Person steuert eine Kameradrohne mit Fernsteuerung im Freien

Wer in Deutschland eine Drohne fliegen will, kommt an einem Begriff kaum vorbei: dem Drohnenführerschein. Anders als beim Auto gibt es dabei keine einzelne Prüfung, sondern ein System aus mehreren Nachweisen, das sich nach Gewicht, Klasse und Einsatzzweck der Drohne richtet. Diese Seite zeigt dir in wenigen Minuten, welcher Nachweis für dich infrage kommt, was er kostet und wie du ihn bekommst.

Brauche ich überhaupt einen Drohnenführerschein?

Grundsätzlich gilt: Für Drohnen ab 250 Gramm Startmasse ist mindestens der EU-Kompetenznachweis A1/A3 vorgeschrieben. Auch bei leichteren Modellen kann eine Pflicht entstehen, sobald eine Kamera oder ein anderer Sensor personenbezogene Daten erfassen kann – dann greift zusätzlich die Registrierungspflicht beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Unabhängig vom Gewicht ist außerdem in Deutschland eine gültige Drohnen-Haftpflichtversicherung Pflicht.

Die zwei Stufen des EU-Drohnenführerscheins

1. EU-Kompetenznachweis A1/A3 („kleiner Drohnenführerschein“)
Der Einstiegsnachweis für die meisten Hobby- und viele gewerbliche Piloten. Die Prüfung läuft komplett online über das LBA-Portal, kostet 25 € und ist 5 Jahre gültig. → Alle Details auf der Seite EU-Kompetenznachweis A1/A3.

2. EU-Fernpilotenzeugnis A2 („großer Drohnenführerschein“)
Notwendig, wenn du mit einer C2-Drohne deutlich näher an Menschen fliegen willst. Setzt den A1/A3-Nachweis voraus und muss bei einer vom LBA zugelassenen Prüfstelle abgelegt werden. Kosten je nach Anbieter zwischen rund 100 € und 500 € zzgl. 30 € LBA-Gebühr. → Alle Details auf der Seite EU-Fernpilotenzeugnis A2.

Registrierung und Versicherung nicht vergessen

Der Kompetenznachweis ersetzt nicht die UAS-Betreiberregistrierung beim LBA. Diese ist für Drohnen ab 250 g oder mit Kamera separat erforderlich, kostet 20 € (Privatpersonen) bzw. 50 € (Unternehmen) und gilt EU-weit über die sogenannte e-ID. → Mehr dazu auf Drohne beim LBA registrieren.

Ebenfalls Pflicht, unabhängig vom Gewicht: eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung. Die private Haftpflicht deckt Drohnenflüge in der Regel nicht oder nur eingeschränkt ab.

Was kostet mich das alles zusammen?

Eine Kurzübersicht über alle anfallenden Gebühren – von der günstigsten Hobby-Variante bis zum vollen A2-Paket – findest du auf der Seite Kosten im Überblick.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Drohnenführerschein, Registrierung und Drohnenrecht findest du gesammelt auf unserer FAQ-Seite.


Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind stets die aktuellen Vorgaben des Luftfahrt-Bundesamts (LBA) und der EU-Drohnenverordnung.